, Flückiger Sandro

vbl-historic - eine kleine Zeitreise

Die Flotte von vbl-historic entführt die Fahrgäste in die Welt des öffentlichen Verkehrs in Luzern während der 1950er- bis 1970er-Jahre

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann für die Verkehrsbetriebe Luzern eine Zeit der umfassenden Flottenernerung, zwischen 1947 und 1950 hielten Grossraumwagen beim Tram und beim erst 1941 eingeführten Trolleybus, dessen Netz erweitert wurde, Einzug. Gleichzeitig beschafften die VBL mangels kurzfristiger Verfügbarkeit 1948 Twin-Coach-Autobusse aus den Vereinigten Staaten. Die Autobusse aus den Anfangsjahren wurden schliesslich ab 1955 ebenfalls durch Grossraumautobusse von FBW abgelöst.

Genau aus dieser ÖV-Welt, die sich den Luzernerinnen und Luzernern ab den 1950er-Jahren bot und im Busbereich die bis Mitte der 1970er-Jahre Bestand hatte, sind bei vbl-historic drei betriebsfähige Oldtimer erhalten und geben einen hautnah erlebbaren Einblick, wie sich Pendeln vor über einem halben Jahrhundert angefühlt hat.

Fast gleichzeitig wie die Zeit des zweiten Luzerner Bahnhofs von 1897 mit dem Bahnhofbrand im Februar 1971 endete, ging mit Ausmusterung dieser Fahrzeugserien ab 1972 eine Epoche des öffentlichen Verkehrs in der Leuchtenstadt zu Ende. Auf dem Beitragsbild von Roly Stirnemann (Sammlung Mario Gavazzi) sind noch einmal Schwesterfahrzeuge aller betriebsfähigen Oldtimer von vbl-historic vor der Brandruine versammelt ehe sie allmählich aus dem Stadtbild verschwanden, sowie dies bereits per 1961 mit den Trams geschehen war.